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24 August 2005

Geldverschwendung - Arbeitsverschwendung

Aus den Medien von heute:
(Wenn die Verantwortlichen doch nur 1 und 1 zusammenzählen könnten. Heute ein Beispiel als Versuch, es vorzumachen.)
Nr.1:
Die Berliner Zeitung veröffentlicht im Wirtschaftsteil heute eine AFP-Meldung:
Studie: Arbeitsagenturen verschwenden Geld

AFP KÖLN. Viele deutsche Arbeitsagenturen verschwenden laut einer Untersuchung des Institutes der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) Geld. Während die Agentur in Berlin Mitte im Schnitt 38.400 Euro zur Vermittlung eines Arbeitslosen aufwende, seien es in Siegen nur 7.400 Euro, berichtete das arbeitgebernahe Institut. Grundlage der Studie sind Zahlen von 2003.
Nr.2:
Im Regionalteil erscheint in der Berliner Zeitung die ddp-Meldung:
Senat listet Einsatzfelder für Ein-Euro-Jobs auf.
"Von den genannten Einsatzfeldern könne angenommen werden, dass sie keine negativen Auswirkungen auf den regulären Arbeitsmarkt hätten".

Das sagt(fragt) die eLeW:
Ganz offensichtlich gibt es Arbeitsplätze. Wer dort arbeitet, erhält höchstens 1,5€ die Stunde. Der Träger, der die Arbeit verkauft, erhält pauschal noch 300€ im Monat dazu. Dafür sind pro Jahr vom Steuerzahler 6000€ bereitzustellen.
Das Finden eines Arbeitsplatzes kostet in Berlin 38.400€. Fassen wir das zusammen, kommt heraus:
Der Staat kann als Nachfrager auf dem ersten Arbeitsmarkt 40.000€ für einen Arbeitsplatz pro Jahr ausgeben. Statt dubioser Träger außerhalb ernsthafter Kontrollen würden mittelständische Betriebe Dauerarbeitsplätze besetzen können, die Sozialkassen füttern und Steuern entrichten. Und, ganz wichtig, der ernsthaft Beschäftigte würde vom Seelenkrebs gesunden, seiner Familie und uns allen ginge es besser.